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Gastroskopie (Magenspiegelung)

Alle wichtigen Informationen und die Checkliste zur Magenspiegelung.

 

Magenspiegelung – was ist das?

Als Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) bezeichnet man die Untersuchung der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens (Ventriculus, Gaster) und des Zwölffingerdarms (Duodenum) mit einem dünnen, biegsamen Schlauch mit Kamera, dem Endoskop.

 

Magenspiegelung – warum?

Eine Magenspiegelung ist eine risikoarme und wirksame diagnostische Methode, die bei Beschwerden wie Schmerzen im Oberbauch, häufige Übelkeit und Erbrechen sowie Schluckstörungen angewendet wird.

 

Vorbereitung auf die Untersuchung

Frau Dr. Münch und unsere Arzthelferinnen klären Sie ausführlich über den Ablauf der Untersuchung auf. Wir weisen Sie darauf hin, wie Sie sich vorbereiten sollten, zum Beispiel in Bezug auf die Ernährung und welche seltenen Komplikationen möglich sind.

Für die Magenspiegelung ist es wichtig, dass die zu untersuchenden Organe frei von Verdauungsresten sind. Daher sollten Sie optimalerweise 12 Stunden vor der Untersuchung keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Bis 3 Stunden vor der Untersuchung können Sie Wasser trinken und bis 2 Stunden vorher Tabletten einnehmen.

Sollten Sie aspirinhaltige Präparate oder blutgerinnungsbeeinträchtigende Medikamente einnehmen (z.B. Marcumar und Clopidogrel), besprechen Sie bitte mit Frau Dr. Münch, ob und wie Sie diese Medikamente vor der Magenspiegelung einnehmen dürfen.

 

Kurzschlaf (Propofolspritze) bei der Magenspiegelung

Durch das Einführen des Endoskops kann es durch die Berührung an der Rachenhinterwand zu einem unangenehmen Würgereiz kommen, der in der Regel durch regelmäßiges atmen unterdrückt werden kann. Um dem Würgereiz vorzubeugen, betäuben wir den Rachen mit einem Spray. Das dadurch hervorgerufene Taubheitsgefühl kann noch bis zu maximal 2 Stunden nach der Untersuchung anhalten. Bitte nehmen Sie erst wieder Speisen und Getränke zu sich, wenn dieses Taubheitsgefühl vorbei ist, da Sie sonst unter Schluckstörungen leiden könnten.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel zu erhalten, so dass Sie während der Untersuchung angenehm schlafen. Während der Untersuchung werden fortlaufend Puls und Sauerstoffsättigung überwacht. Nach einer solchen Untersuchung mit Betäubung sind Sie laut Gesetz bis zu 24 Stunden lang fahruntüchtig. In dem Fall müssen Sie sich von der Praxis abholen lassen.

 

Wie verläuft die Magenspiegelung?

Während der Untersuchung liegen Sie bequem auf der linken Seite. Falls Sie einen Zahnersatz tragen, muss dieser vor der Untersuchung entfernt werden. Um Ihre Zähne und das Endoskop zu schützen, erhalten Sie einen kleinen Zahnschutz aus Kunststoff. Nun wird der dünne Schlauch (weniger als 1 cm Durchmesser) durch die Mundhöhle über die Speiseröhre in den Magen eingeführt und bis zum Zwölffingerdarm vorgeschoben.

Das Endoskop ist innen hohl, so dass ein wenig Luft in den Magen eingebracht werden kann, damit dieser sich entfaltet. Dadurch kann die endoskopierende Ärztin das Innere besser untersuchen. Mit Hilfe einer Lichtquelle an der Spitze des Endoskops wird die Organoberfläche beleuchtet und mit einer Kamera angesehen. Diese Bilder werden in digitaler Qualität auf einem Bildschirm angezeigt und aufgezeichnet.

Mittels einer kleinen Zange, die durch den Arbeitskanal des Endoskops eingebracht wird, können Gewebeproben entnommen werden, die auf gut- oder bösartige Veränderungen und eine Infektion mit Bakterien (Helicobacter pylori) untersucht werden können. Bei einer Magenspiegelung werden häufig Gewebeproben im Magen schmerzlos entnommen. Es werden überall dort Gewebeproben entnommen, wo Auffälligkeiten sichtbar sind, damit diese unter dem Mikroskop genauer beurteilt werden können.

Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 10 Minuten.

 

Gibt es Komplikationen?

Bei einer Magenspiegelung treten Komplikation nur sehr selten auf. Wurde Ihr Rachen mit einem Spray betäubt, kann das Taubheitsgefühl noch 15-30 Minuten, in seltenen Fällen bis zu 2 Stunden, nach der Untersuchung anhalten, was manchmal zu Schluckstörungen führen kann. Bei Patienten mit locker sitzenden Zähnen oder Zahnersatz kann es zu Gebissschäden kommen. Wenn der Patient ein Beruhigungsmittel erhalten hat, kann es in seltenen Fällen zu Störungen der Herz-, Kreislauf- und/oder Atemfunktion kommen. In sehr seltenen Fällen kann es während der Untersuchung zu innerorganischen Verletzungen kommen, die durch eine Operation behandelt werden müssen.

 

Wann erfahre ich das Ergebnis?

Nach der Untersuchung führt die untersuchende Ärztin ein abschließendes Gespräch mit Ihnen, in der Sie die Diagnose und eventuelle therapeutische Maßnahmen erfahren.

 

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